12 FRAGEN AN EINEN HOCHZEITSFOTOGRAFEN

Die meisten Hochzeitszeitschriften, Ratgeber und Checklisten enthalten eine Liste von Fragen, die ihr einem Hochzeitsfotografen stellen könnt. Auch bei den Buchungsanfragen, die uns erreichen, werden wir häufig – einer Checkliste ähnlich – nach ganz bestimmten Dingen gefragt. Beispiele dafür wären „Können Sie Ihren Stil beschreiben? Welche Ausrüstung besitzen Sie? Wie viele Fotos bekommen wir?„… und so weiter.

 

Lasst uns – also euch und uns – einmal ehrlich sein: Diese Fragen sind langweilig – vor allem aber werden euch die Antworten nicht glücklicher oder wissender machen.

 

Daher haben wir einige unserer Brautpaare befragt und uns Gedanken gemacht, was wirklich wichtig ist und was für ein Brautpaar bei der Auswahl ihres Hochzeitsfotografen entscheiden ist. Herausgekommen ist dabei eine Liste, die alle essentiellen Fragen beantwortet und die optimale Hilfestellung ist, um den richtigen Hochzeitsfotografen zu wählen:

 

1. Woran kann ich einen guten Hochzeitsfotografen erkennen, wenn es in meiner Umgebung Dutzende gibt?

 

Neben der Suche im Internet, solltet ihr euch in eurem Freundes- und Bekanntenkreis umhören. Vielleicht ward ihr vor kurzem erst Gäste oder Trauzeugen auf einer Hochzeit und habt dort einen Hochzeitsfotografen erlebt. So könnt ihr mit den Erfahrungen anderer und eurer eigenen ersten Eindrücke schon feststellen, ob das Brautpaar zufrieden war und warum sie sich für diesen Hochzeitsfotografen entschieden hat. Natürlich könnt ihr so auch herausfinden, warum ihr aufgrund der Erfahrungen gerade diese/n Fotografen nicht für eure eigene Hochzeit buchen möchtet.

 

Anschließend empfehlen wir immer einen Blick auf die Webseite, den Blog und meist auch auf die Profile/Seiten in den sozialen Medien (wie bspw. Facebook, Twitter oder Instagram). Macht euch ein eigenes Bild vom Hochzeitsfotografen. Schaut euch an in welchem Stil er fotografiert und ob ihr euch mit dieser Art der Hochzeitsfotografie identifizieren könnt. Viele Brautpaare bevorzugen einen authentischen und natürlichen Stil für ihre Hochzeitsfotos – insbesondere wenn sie sich für die Hochzeitsreportage entscheiden. Manche Hochzeitsfotografen inszenieren gerne auch die Brautpaare mit viel Aufwand, Technik, Blitzen, Retuschen und Effekten an diversen Orten, auch wenn diese mit der Hochzeit nichts zu tun haben oder das Brautpaar keinen Bezug zu dem Ort hat. Häufig scheitern dann diese Hochzeitsfotos an der Natürlichkeit und Echtheit, da sich durch unzählige Anweisungen, Posings und Arrangements das Brautpaar immer mehr verkrampft, in der Hoffnung das am Ende (wenn es überstanden ist) doch ein sensationelles Foto herauskommt, dass sich nicht nur im Portfolio des Hochzeitsfotografen gut macht.

 

Wenn euch die Bildsprache, die Vielfalt der Ideen und Motive, die Geschichten und Perspektiven des Hochzeitsfotografen gefallen, dann solltet ihr euch möglichst frühzeitig mit ihm in Verbindung setzen und eine Buchungsanfrage stellen. Gebt dabei eure Daten, Termine und Wünsche an. Das hilft dem Hochzeitsfotografen oder der Assistenz, euren Wunschtermin direkt zu reservieren und euch nur die für euch wichtigen Informationen weiterzuleiten.

 

Gute Hochzeitsfotografen vereinbaren mit euch, sofern euer Hochzeitstermin noch frei ist, immer ein Vorgespräch, um sich persönlich kennen zu lernen. Dies kann persönliche oder beispielsweise auch via Skype oder Facetime sein, wenn ihr nicht in der Nähe des Hochzeitsfotografen lebt. Wir haben einige Brautpaare die aus den Vereinigten Staaten (USA), anderen Ländern in Europa oder aus Asien kommen und von uns begleitet werden möchten. Dank Email, Skype oder Facetime können wir viele Dinge unkompliziert besprechen und uns so schon einmal kennen lernen.

 

Beim Vorgespräch habt ihr – und auch euer Hochzeitsfotograf – die Gelegenheit einander kennen zu lernen und sich einen persönlichen Eindruck von einander zu machen. Unserer Meinung nach ist das ein ganze wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Moment vor der Hochzeit. Eure Hochzeit ist ein sehr privates, intimes und vertrauliches Ereignis. An diesem Tag soll alles perfekt sein und stimmen – nichts geben, was den Tag oder die Erinnerungen trüben kann. Euer Hochzeitsfotograf ist die Person, die während des gesamten Tages und besonders in den wichtigsten Momenten an eurer Seite sein wird. Auch wenn die Fotos noch so gut sein mögen – es kommt insbesondere auf die Chemie zwischen euch und ihm an. Stimmt die Chemie nicht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eure Hochzeitsfotos später unnatürlich und angespannt wirken werden, sehr groß! Nutzt daher das Vorgespräch einander besser kennen zu lernen. Plaudert nicht nur über die Hochzeit, sondern auch über euch und erfahrt mehr über die Person eures Hochzeitsfotografen. Zum einen sind diese Informationen auch für die mögliche fotografische Begleitung wichtig, zum anderen können sich alle ein besseres Bild von ihrem Gegenüber schaffen. Für eure anschließende Entscheidung solltet ihr ausreichend Zeit bekommen und euch auch lassen. Der Faktor Bauchgefühl ist unserer Meinung nach sehr wichtig. Aus diesem Grund fotografieren wir auch nicht jede Hochzeit, sondern begleiten ein Brautpaar nur dann, wenn auch wir das Gefühl haben, dass alles (perfekt) passt.

 

2. Wie viele Fotos können wir bekommen?

 

Je nachdem ob ihr euch für eine kürze, stundenweise Begleitung oder eine Hochzeitsreportage entschieden habt, solltet ihr zwischen 50 – 100 Fotos für jede Stunde der fotografischen Begleitung auf eurer Hochzeit bekommen. Das mag auf den ersten Eindruck viel erscheinen, allerdings sollte es auch der Job eures guten Hochzeitsfotografen sein, alle kleinen und großen Moment dezent zu beobachten und für euch im Bild festzuhalten. Viele Momente die ein guter und talentierter Hochzeitsfotograf festhält, können auch Momente sein, die ihr selber verpasst und nicht mitbekommen konntet. Nicht selten verblassen auch einige Momente, da an eurem Hochzeitstag die Erlebnisse und Eindrücke wie ein Blütenmeer über euch fallen.

 

3. Wir lieben Fotos mit unscharfen Hintergründen und mit einem natürlichen Licht. Wie bekommt der Hochzeitsfotograf das hin?

 

Unscharfe Hintergründe (man spricht hier auch von der sogenannten Schärfentiefe) sind sehr beliebt. Sie verleihen dem Foto mehr Harmonie,  Tiefe, Emotionen und Persönlichkeit. Dabei ist Unschärfe nicht gleich Unschärfe. Im schlimmsten Fall wird der „Effekt“ nachträglich durch eine Bildbearbeitung erzeugt oder weist ein unruhiges Erscheinen auf. Ihr könnt sicher sein, das dies in den aller seltensten Fällen schön und gelungen aussieht und im Einzelfall viele Stunden Bildbearbeitung in Anspruch nimmt. Ein guter Hochzeitsfotograf schafft diese Form der Bildsprache mit professionellen, sehr lichtstarken Objektiven. So ist es ihm auch möglich, bei schwachen Lichtverhältnissen (beispielsweise in der Kirche), oder dunklen Räumen, ohne Blitz zu fotografieren. Das sorgt dafür, dass euer Hochzeitsfotograf dezent und teilweise völlig unbemerkt fotografieren kann ohne euch, die Gäste oder beispielsweise die Zeremonie zu stören. Sollte von einem guten Hochzeitsfotografen doch einmal ein oder mehrere Blitze eingesetzt werden, so wird er dies gezielt einsetzen, um der jeweiligen Motivsituation einen besonderen Ausdruck zu verleihen. Die Kunst dabei liegt darin, im späteren Bild eine möglichst natürliche oder stimmige Lichtwirkung zu erzielen.

 

4. Bei machen Hochzeitsfotografen sehen die Bilder weich und pastell, bei einem anderen „sauber“ und bei noch einem anderen eher wir mit einem alten Film erstellt aus. Was ist der Grund dafür?

 

Jeder Hochzeitsfotograf hat seine eigene Art Motive entstehen zu lassen und sich mit seiner Bildsprache künstlerisch auszudrücken. Auch in der anschließenden (digitalen) Entwicklung und Bildbearbeitung haben viele Hochzeitsfotografen ihre eigene „Handschrift“. Professionelle Hochzeitsfotografen fotografieren im sogenannten RAW-Format – vergleichbar aus der Zeit der analogen Fotografie mit dem Negativ. In der digitalen Dunkelkammer (eine Mischung aus leistungsstarker Hardware und professioneller Software) wird später jedes einzelne der meist mehreren hundert Fotos entwickelt. Ob sauber, natürlich, stilistisch oder effektvoll liegt dabei entweder an dem Stil bzw. der Handschrift des Hochzeitsfotografen oder der künstlerischen Betrachtung. Einfach mag es sein, die Fotos mit einer Effekt-Software wie bei Instagram oder anderen Apps zu verwenden. Doch die Unterschiede sind deutlich sichtbar und spätestens hier kann man einen guten und professionellen Hochzeitsfotografen von anderen unterscheiden. Die zur Zeit populärsten Arten (Looks) für Hochzeitsfotos sind:

– Sauberer Stil: realistische Farben, sehr natürliche und authentische Bildwirkung
– Matter Stil: kontrastarmer Look mit gedeckten Pastelltönen – vergleichbar mit älteren Vintage-Filmen
– Hochkontrast Stil: lebendiger Look mit kräftigen Farben und starken Kontrasten

Es ist nicht entscheidend, welcher Stil oder Look angesagter oder von den meisten bevorzugt wird, solange ihr den jeweiligen Stil liebt und der Look zu den Bildern passt!

 

5. Warum sind gute Hochzeitsfotografen so verdammt teuer?

 

Diese Frage hört man häufig, wenn sich Brautpaare oder Gäste unterhalten oder man in Internetforen schaut. Der Job eines Hochzeitsfotografen scheint die einfachste Art zu sein, um schnell viel Geld zu verdienen. Einen Tag arbeiten, Rechnung schreiben, kassieren und fertig, oder?

 

Die meisten professionellen, hauptberuflichen Hochzeitsfotografen führen Ausrüstungen im Wert von über 10.000,00 EUR auf einer Hochzeit mit (mehrere Kameras um nicht beim Objektivwechsel einen Moment zu verpassen oder um Backups zu haben, falls eine Kamera ausfallen sollte, diverse lichtstarke Objektive, Stative, Blitze mit Funksteuerung und diverses weitere, wichtige Zubehör) und arbeiten nicht selten 60 Stunden pro Woche oder mehr (denkt an Frage 4. Es dauert mehrere Tage die Hochzeitsfotos zu sichten, zu bearbeiten, das Hochzeitsalbum und die Fotoalben für Familie und Gäste zu gestalten, Fotos zu entwickeln und zu versenden). Hinzu kommen oft noch das ausführliche Vorgespräch, das Engagement-Shooting (oder auch Kennlern-Shooting genannt), Rat und Tat bei den Vorbereitungen, HD-Slideshows und vieles mehr. Nicht zu vergessen wären da noch Steuern, Versicherungen, Reparatur- und Wartungskosten, Beiträge zur Handwerkskammer und Berufsgenossenschaft, Materialkosten, Kfz- und Mietkosten, Versandkosten und vieles mehr… Viele gute Hochzeitsfotografen arbeiten zu Beginn ihrer Karriere unter dem Mindestlohn.

 

6. Wie können wir sicherstellen, dass wir auf den Hochzeitsfotos gut aussehen?

 

Es ist eigentlich einfacher als ihr denkt: entspannt euch. Vertraut eurem Hochzeitsfotografen, den ihr am Tage eurer Hochzeit bereits besser kennen gelernt habt. Die meisten professionellen Hochzeitsfotografen laden euch vor der eigentlichen Hochzeit zu einem sogenannten Engagement-Shooting ein. Das ist ein lockeres und entspanntes Kennlern-Shooting. Dabei könnt ihr einen ersten Eindruck davon gewinnen, wie es sich anfühlt von eurem Hochzeitsfotografen mit der Kamera begleitet zu werden und was ggf. die Assistenz während des Shootings macht. Auch der Hochzeitsfotograf kann euch während dieses etwa ein- bis zweistündigem Fotoshooting besser kennen und verstehen lernen, was bei der fotografischen Begleitung eurer späteren Hochzeit ein entscheidender Vorteil für authentische und natürlich wirkende Fotos ist. Der schöne Nebeneffekt: ihr gewinnt Sicherheit vor bzw. mit der Kamera, empfindet fotografiert zu werden nicht mehr als fremd und beklemmend – und (!) ihr habt bereits vor eurer Hochzeit schöne, persönliche Fotos von euch. Diese Bilder könnt ihr beispielsweise für eure Hochzeitswebseite oder Einladungskarten verwenden. Wenn wir unsere Brautpaare zu einem Engagement-Shooting einladen, haben wir sie bereits in unserem Vorgespräch kennen lernen können. Wir kennen ihre Geschichte: wie sie sich kennen gelernt haben, wann und wie sie sich in einander verliebt haben und welchen Weg sie bereits gemeinsam gegangen sind. Wir wollen genau das in dem Engagement-Shooting mit dem Brautpaar zeigen. Es geht also nicht um ein standardisiertes Vorab-Foto-Shooting, sondern um eure ganz persönliche Geschichte – eure Liebe.

 

7. Ich habe von Hochzeitsfotografen Sachen gehört wie „Shoot & Burn“ oder „Out of the Box“. Das klingt schmerzhaft und merkwürdig… Was heißt das?

 

Im Grunde genommen kann es tatsächlich schmerzhaft sein. „Shoot & Burn“ (zu deutsch „schießen und brennen“) oder „Out of the Box“ (zu deutsch „direkt aus dem Kasten“) meint unter Fotografen umgangssprachlich das fotografieren und direkte brennen auf eine CD-ROM oder DVD-ROM bzw. das direkte speichern der Bilddaten aus der Kamera. Also eine Bildlieferung ohne jegliche digitale Entwicklung oder Bildbearbeitung. Dazu werden die Fotos in der Regel vom Fotografen auch nicht im RAW-Format (also dem digitalen Negativ-Format) erstellt, sondern direkt als JPG-Datei. Diese Handhabung kann sehr billig sein, da keine Kosten für die zeitaufwendige Entwicklung und Bildbearbeitung anfallen. Allerdings werden auch keine störenden Bildelemente, Licht- und Farbkorrekturen, Bildschnitte und / oder Retuschen vorgenommen. „Photobomber“ (lustige Grimassenschneider und Hasenohren-Zeiger im Hintergrund) bleiben ebenso erhalten wie die Pickel oder ein Stress-Herpes, die ausgerechnet in der Nacht vor der Hochzeit in vollem Glanz in Erscheinung treten mussten.

 

Durch die Tatsache, dass es sich bei der oben genannten Handhabung oft um JPG-Dateien und nicht um RAW-Dateien (also digitale Negative) handelt, ist eine professionelle Bildbearbeitung kaum machbar. Bei den RAW-Daten findet zuerst eine digitale Bildentwicklung statt, die mit der chemischen Ausbelichtung analoger Filme vergleichbar ist. Mit non-destruktiven Techniken (also Techniken, die das Originalbild nicht beeinträchtigen) wird anschließend die Bildbearbeitung vollendet. Bearbeitet man hingegen JPG-Daten, kann man an den Originaldaten nichts mehr verändern, sondern lediglich Effekte oder Elemente über das eigentliche Motiv legen. Um es an einem Beispiel zu erklären kann man sich vorstellen, man würde auf das JPG-Foto mehrere Folien oder Scheiben mit unterschiedlicher Wirkung legen. Je mehr Folien oder Scheiben verwendet werden, desto stärker wird der Blick auf das eigentliche Motive beeinträchtigt und die Bildqualität nimmt rapide ab. Bei RAW-Daten ist dies im Rahmen einer professionellen Entwicklung und Bildbearbeitung nicht der Fall.

 

Auch was die Auflösung betrifft, also die Größe der Dateien, bieten RAW-Dateien einen wesentlich größeren Spielraum als JPG-Dateien. Die digitalen Daten können für euch sehr wichtig sein. Möchtet ihr beispielsweise einige eurer Hochzeitsfotos auf Leinwand oder Alu-Dibond ausbelichten lassen und das gerne auch etwas größer, kann es bei den JPG-Daten schnell grenzwertig werden und die Qualität der anschließende Ergebnisse jegliche Freude zerstören.

 

Es wäre traurig, wenn eure Hochzeitsfotos auf einer Festplatte oder einem USB-Stick verstauben und sie nicht gesehen werden. Ausbelichtungen (also Fachabzüge, Leinwände, Alu-Dibonds, hochwertige Hochzeitsalben oder ähnliches) sind nach wie vor eine der schönsten Möglichkeiten, sich langlebig an den Tag der Hochzeit zu erinnern und den festgehaltenen Momenten zu erfreuen. Viele unserer Brautpaare vertrauen uns nach der Hochzeit Großformat-Entwicklungen ihrer Hochzeitsfotos an. Diese bekommen dann ihren Ehrenplatz im Wohnzimmer, dem Esszimmer, im Flur oder über dem Schreibtisch. So kann man sich jeden Tag an den Erinnerungen erfreuen – an den Tag, an dem alles begann.

 

8. Wo sollten wir uns als Brautpaar zu erst sehen oder begegnen? Wir haben von dem „ersten Blick“ gehört? Muss das immer in der Kirche sein?

 

Klassischer Weise sehen sich die meisten Brautpaare zum ersten Mal in der Kirche oder bei der Zeremonie (zum Beispiel beim Standesamt oder einer freien Trauung). Viele vertrauen auf diese Tradition und machen sich keine weiteren Gedanken über mögliche Alternativen.

 

Wo und wann ihr euch als Braut und Bräutigam zum ersten Mal begegnet ist gar nicht entscheidend. Viel entscheidender ist es, dass ihr diesen Moment so erlebt, wie ihr ihn euch wünscht und vorstellt – und (!) das ihr diesen ganz besonderen Moment wirklich genießen könnt.

 

Begegnet ihr euch beispielsweise erst am Altar oder vor dem Standesamt, habt ihr meist nur wenig Zeit und Gelegenheit, diesen sehr emotionalen Moment wirklich zu genießen. Daher gibt es eine andere, vielleicht sogar schönere Alternative dazu: nämlich der sogenannte „erste Blick“.

 

Der „erste Blick“ meint einen Moment vor der Trauung oder Zeremonie, in dem sich das Brautpaar zurückgezogen, ungestört und (fast) alleine zum ersten Mal begegnet und sieht. Nur sie und dezent im Hintergrund der Hochzeitsfotograf sind in diesem Moment zusammen. In aller Ruhe könnt ihr euch einander bestaunen, bewundern, euch gegenseitig die Glückstränen trocknen und lachen. Kurzum den Moment ganz intim als Brautpaar und zukünftiges Ehepaar erleben und genießen – für einen Moment all den Stress der vergangenen Vorbereitungen und die Aufregung des Morgens vergessen. Es ist ein Moment der echten Emotionen. Dabei entstehen wunderschöne und einfühlsame Momentaufnahmen, die ihr als Erinnerung später mit euren Liebsten teilen könnt. Für uns sind diese Bilder die heimlichen Favoriten, es sind die Gänsehaut und Tränen Motive, Salz und Pfeffer der Liebe und des Lebens.

 

9. Brauchen wir wirklich einen zweiten Hochzeitsfotografen?

 

Niemand braucht einen zweiten Hochzeitsfotografen, aber es ist eine Möglichkeit weitere Fotos, Momente und vor allem andere Perspektiven eurer Hochzeit zu bekommen. Professionelle Hochzeitsfotografen kommen nie alleine zu eurer Hochzeit sondern werden von einer Assistenz unterstützt. Zum einen für den Transport für das Equipment, die Lichtsetzung, das halten von Jacken und Taschen während der Familienfotos oder zum richten des Brautkleids oder der Accessoires.Das Beste ist, ihr erkundigt euch, ob der von euch favorisierte Hochzeitsfotograf alleine kommt oder mit einer Assistenz oder ob er gegebenenfalls einen zweiten bzw. Assistenz-Fotografen mitbringen kann.

 

10. Wie lange im Voraus sollten wir einen Hochzeitsfotografen buchen?

 

Gute Hochzeitsfotografen sind oft ein Jahr oder länger im Voraus ausgebucht. Auch wenn einzelne Termine noch verfügbar sein können, so wird es immer schwieriger euren gewünschten Hochzeitsfotografen buchen zu können, je näher der Termin eurer Hochzeit rückt. Je eher ihr euch mit eurem Hochzeitsfotografen zum Vorgespräch trefft und je eher ihr eure Buchung gebt, desto sicherer könnt ihr euch sein, den für euch perfekten Hochzeitsfotografen an eurer Seite zu haben.

 

11. Das kann man doch alles noch mit Photoshop machen, oder?

 

Das kommt drauf an. Sicherlich bietet dieses Flaggschiff der digitalen Bildbearbeitung unzählige Möglichkeiten um aus Fotos noch das ein oder andere herauszuholen, Bildern einen anderen Look oder Stil, Figur und Haut zu verändern oder aufwendige Montagen zu vollbringen. Auch schlechte Fotos können damit einigermaßen gerettet werden – durchaus. Allerdings nützt die aufwendigste Bildbearbeitung nichts, wenn das Ausgangsmaterial desaströs erstellt wurde. Ein guter Hochzeitsfotograf wird sich immer darauf konzentrieren eine professionelle Umsetzung des Originalmaterials zu erstellen. Ganz getreu dem Motto „besser fotografiert, als schlecht bearbeitet“. Dazu werden professionelle, hochwertige und lichtstarke Objektive verwendet, hochauflösende Kameras und vielfältiges Zubehör (vom Blitz, über Reflektoren bis hin zu Filtern). Viele Hochzeitsfotografen machen sich auch schon vor der Hochzeit einen Eindruck von den Örtlichkeiten, der Kirche, dem Standesamt oder der Location für den Empfang und die Feier. Das ermöglicht es ihnen vorab die Möglichkeit, sich auf Besonderheiten, Einschränkungen oder Spezialitäten einzustellen.

 

Nicht vergessen darf man auch, das aufwendige Bildbearbeitungen und Retuschen sehr (!) viel Zeit in Anspruch nehmen, die letztendlich auch bezahlt werden muss und so das einst festgelegte Budget schnell sprengen könnten. Es lohnt sich daher schon beim Vorgespräch mit eurem Hochzeitsfotografen zu erfragen, welche Art von Bildbearbeitung er macht und welche er zusätzlich anbietet.

 

12. Sollten wir unserem Hochzeitsfotografen ein Trinkgeld geben?

 

Das werden wir oft gefragt. Letztendlich gilt aber „Trinkgeld wird nicht erwartet, ist aber immer willkommen“. Das gilt sowohl für euren Hochzeitsfotografen als auch für die Assistenz. Gute Hochzeitsfotografen werden sich allerdings, mehr als über ein Trinkgeld, über ein persönliches Feedback (eine Rückmeldung) von euch freuen. Sei es eine kleine Aufmerksamkeit oder eine Karte mit persönlichen Worten, denn die meisten professionellen Hochzeitsfotografen machen ihren Job nicht in erster Linie des Geldes wegen, sondern weil es ihre Leidenschaft ist, euch in diesen besonderen Momenten eurer Hochzeit zu begleiten.

 

Wir hoffen, dass wir euch mit diesen Zeilen helfen können, euren Hochzeitsfotografen zu finden, ihn kennen zu lernen und auch wenn alles vorüber ist mit euren ganz persönlichen Momenten der Hochzeit in guter Erinnerung zu behalten. Denn eure Empfehlung ist eines der schönsten Komplimente, die ihr später machen werden könnt.

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